Therapeutische Ernährung von Hunden

Hunde reagieren höchst unterschiedlich auf die Verabreichung von therapeutischem Futter.
Die Art des Gesundheitsproblems, der körperliche Zustand, die Dosierung und Art des Futters sowie eine gründliche Anamnese haben starken Einfluss auf den Erfolg einer Therapie.
Im Gegensatz zur Homöopathie oder Phytotherapie kann das Hundefutter in der Zusammensetzung stark variieren. Um eine Sättigung des Gewebes zu erreichen, sollte zu Beginn der Therapie mit einer größeren Menge Hundefutter begonnen werden. Die überflüssigen Nährstoffe werden meist ohne Probleme ausgeschieden. Wurde die gewünschte Wirkung erreicht, kann auf eine Erhaltungsdosis reduziert werden.
Die Ernährung ist wirkungsvoller, wenn eine Kombination von Nähr-und Wirkstoffen eingesetzt wird.
Dies gilt insbesondere für die Behandlung von degenerativen Gelenkproblemen wie der Hüftdysplasie.
Eine ausgewogene Zusatzbeimischung von Mineralien und Vitaminen verbessert die Aussicht auf den Erfolg der Therapie.
Eine schnelle Besserung der Symptome wird nicht erreicht. Aber die Ernährungstherapie bewirkt eine Umkehr der Ursache der Erkrankung. Dies braucht viel Zeit, die dauerhafte Verbesserung der Erkrankung lohnt aber den Aufwand.

Vitamine und Mineralstoffe für Hunde

Der Krankheitsverlauf bei Hunden kann durch den richtigen Einsatz von Nahrungsergänzungen verkürzt und die Heilung positiv beeinflusst werden.
Fast alle degenerativen Konditionen haben ihre Ursache in Mangelzuständen der Ernährung. Also können durch gezielten Einsatz von Vitaminen und Mineralstoffen auch Krankheiten verbessert oder geheilt werden. Werden diese Stoffe in einer optimierten Mischung zugeführt, können Vitamine und Mineralstoffe den Metabolismus günstig beeinflussen, die Immunfunktionen stärken und die Aktivität von Antioxidantien anregen.
Diese Funktionen erhöhen die körpereigene Abwehr und unterstützen den Heilungsprozess.

Nahrungsergänzung für die Ernährungstherapie

Degenerative Gelenkerkrankungen des Hundes,

spinale Erkrankungen: Pernamuschel
  Vitamin C
  Mangan
  Zink
  Silizium
  Vitamin B6
   
Dilative Kardiomyopathie: Vitamin C und E
  Coenzym Q10
  L-Carnitin
  Selen
  Dimethylglycin
   
Diabetes Mellinus: Chrom
  Vitamin C
  Verdauungsenzyme
  N-Acetyl Glukosamine
   
Borrelieninfektion: Vitamin C
  Pernamuschel
  Vitamin E
  Vitamin A
  Bioflavonoid-Complex
   
Immundefizitvirus: Vitamin C
  Proanthocyanidin-Complex
  Coenzym Q10
  Dimethylglycin

Aminosäuren und Derivate

Proteine werden aus Aminosäuren zusammengesetzt.
Diese übernehmen im Körper verschiedene Funktionen, wie z.B. die Produktion von Enzymen, Neurotransmittern und strukturellen Proteinen, aus denen sich Muskeln, Sehnen, Haut und Fell zusammensetzen.
Eine Unterversorgung führt beim Hund schnell zu einem Verlust an Muskelmasse und nachlassender Aktivität.
Bei einer Verletzung oder Stress kann eine negative Stickstoffbelastung entstehen.
Durch eine sofortige Gabe von Aminosäuren kann die Muskulatur erhalten werden.

L-Carnitin wird vom Körper zum Transport langkettiger Fettsäuren benötigt.
Dieser Vorgang ist notwendig, um aus den Fettsäuren Energie zu gewinnen.
Liegt nicht genügend L-Carnitin vor, steigt die Gefahr der potenziellen Gesundheitsrisiken an.
Vor Allem myokardiale Probleme können sich unwiderruflich einstellen.
Durch gezielte Gaben von L-Carnitin lassen sich die Werte erheblich verbessern, sowohl im EKG, im Ultraschall und klinischen Bild.

Glutamin stellt die erste Energiequelle für Zellen des Verdauungstraktes des Hundes dar. Während besonderer Stresssituationen nimmt der biologische Bedarf an Glutamin zu. Der Körper versucht dann, die zerstörten Mucosazellen zu ersetzen und benötigt mehr Glutamin.
Die zusätzliche Ernährung des Hundes mit Glutamin kann Stresssituationen entschärfen und verhindern, dass Gewebemasse abgebaut wird.

Essentielle Fettsäuren

Hunde benötigen diese Fettsäuren zur Regeneration von Hauterkrankungen.
Vor allem bei atopischen Hauterkrankungen hat sich der Einsatz von essentiellen Fettsäuren bewährt.
Anzeichen einer Unterversorgung sind Hautentzündungen, stumpfes Fell, abgekommenes Erscheinen.
Die Mechanismen, die bei Entzündungen und speziell bei Dermatitis ablaufen, können zumindest auf einen gestörten Fettstoffwechsel zurückgeführt werden.
In der Praxis des Tierheilpraktikers können essentielle Fettsäuren aber nicht nur bei Hauterkrankungen eingesetzt werden.
Erkrankungen des kardiovaskulären Systems und Nierenerkrankungen sprechen sehr gut auf einen gezielten Einsatz von essentiellen Fettsäuren an.

Pernamuscheln in der Tiermedizin

Die zweilippige Meeresmuschel Perna Caniculus wird seit über 20 Jahren in der Human und Tiermedizin bei degenerativen Gelenkerkrankungen eingesetzt.
Die positive Wirkung der Pernamuschel bei Arthritis, Hüftdysplasie, Osteoarthritis und rheumatischer Arthritis ist mittlerweile gut erforscht und belegt.
Bei fast 70% der Patienten konnte eine deutliche Besserung erreicht werden.
Dies bezieht sich auch auf die Verminderung der Entzündungen und die Beweglichkeit der Gelenke.
Mehrere Untersuchungen sehen den Grund für die antiphlogistische Wirkung der Pernamuschel auf Hunde in ihrem Gehalt an speziellen Proteinstrukturen.
Die Pernamuschel enthält eine Reihe von biologischen Substanzen wie GAG und Antihistaminika. Die Substanzen der Pernamuschel können die Lubrikation der Gelenke verbessern und Gelenkschmerzen lindern. Eine Kombination mit Dermatan Sulfat, Kreatinsulfat und Hyauronsäure und anderen GAG´s zu einem Präparat machen eine wirksame Behandlung möglich.

Schlussfolgerung:
Hunde sprechen sehr gut auf den Einsatz von Nährstoffzusätzen und Ergänzungsfuttermitteln an.
Die fundamentelle Funktion des Körpers kann vorbeugend und therapeutisch sichergestellt werden.
Die gezielte Zusatzernährung ist eine wichtige Maßnahme zur Gesunderhaltung und Heilung unserer Hunde.
Die kombinierte Verabreichung mehrerer Wirkstoffe bewirkt, dass eine Verbesserung des Gesundheitszustandes schneller erreicht wird.
Der Einsatz von Nährstoffen kann und soll die Verwendung der Homöopathie oder die Verabreichung von Phytopharmaka nicht ersetzen, sondern als Teil der Therapie verstanden werden. Richtig und sachkundig angewandt, kann die zusätzliche Nährstoffversorgung aber hervorragende Ergebnisse bringen.

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